Design für echten Impact: IBM Impact Accelerator

Autor: Krishen Mertens

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26.2.2026

Der IBM Impact Accelerator, ein Programm für soziale Innovation, unterstützt Communities, die unter ökologischen und wirtschaftlichen Belastungen stehen, mit technologischen Lösungen. IBM iX sorgt dafür, dass globale Teams dabei wirklich zusammenarbeiten – mit einem klaren, menschenzentrierten Designansatz, der Wissen teilt, Orientierung bietet und praxisnah befähigt.

Wie Human-Centered Design gesellschaftliche Wirkung ermöglicht 

Digitale Technologien spielen eine zunehmende Rolle dabei, Gemeinschaften weltweit widerstandsfähiger zu machen – doch echte Wirkung entsteht nur, wenn Lösungen an den realen Bedürfnissen der Menschen ansetzen. Genau das bildet den Kern des IBM Impact Accelerators: Projekte werden nicht allein technisch gedacht, sondern aus der Perspektive der Gemeinschaften entwickelt, die sie nutzen sollen.  

IBM iX unterstützt den Accelerator dabei sowohl strategisch als auch operativ und stellt sicher, dass technologische Innovation und human‑centred Design konsequent zusammengeführt werden. Ziel ist es, eine gemeinsame, nutzerzentrierte Arbeitsweise für alle Projektteams weltweit zu etablieren – und damit Effizienz, Qualität und tatsächliche Wirkung zu erhöhen. 

Mit Technologie und Design Menschen unterstützen 

De Bedarf ist real: Jedes Jahr geraten schätzungsweise 26 Millionen Menschen aufgrund ökologischer und wirtschaftlicher Belastungen in Armut. Der IBM Impact Accelerator wurde ins Leben gerufen, um Communities, die unter diesem Druck stehen, mit digitalen Lösungen zu unterstützen und ihre Resilienz dort zu stärken, wo sie am dringendsten gebraucht wird. 

Das Programm arbeitet weltweit in einem zweijährigen Zyklus mit fünf ausgewählten Partnerprojekten und kooperiert mit NGOs, staatlichen Stellen und Forschungseinrichtungen. Seit 2021 liegt der Fokus des Accelerators auf Themen wie sauberes Wasser und Sanitärversorgung, nachhaltige Landwirtschaft, erneuerbare Energien, resiliente Städte sowie aktuell auf nachhaltigen Lieferketten und verantwortungsvollem Konsum. Zu den Partnern zählen unter anderem das UNDP, die INREM Foundation, die Texas A&M University und das World Food Programme. 

Ein einheitlicher Designansatz für globale Zusammenarbeit 

Was das Programm einzigartig macht, sind die Menschen dahinter. Freiwillige aus den Bereichen IBM Consulting, Technologie und Nachhaltigkeit unterstützen globale Teams und begleiten jedes Projekt von der frühen Forschung bis zum Launch. Ihr Antrieb ist nicht kommerzieller Natur, sie eint das Ziel, positive Veränderung zu bewirken und ihr Fachwissen dort einzubringen, wo es wirklich einen Unterschied macht. 

Treffen Partner mit unterschiedlichen Hintergründen auf freiwillige Teams aus aller Welt – jedes mit eigenen Methoden, Tools und Erfahrungslevels – kann die Arbeit schnell fragmentiert werden. Prozesse variieren, die Designreife unterscheidet sich und Prioritäten verschieben sich je nach Teamzusammensetzung. Ähnliche Probleme werden mitunter ganz unterschiedlich angegangen. Diese Vielfalt ist eine Stärke, kann aber ohne gemeinsame Leitlinien Fortschritte verlangsamen und zu Inkonsistenzen führen. 

Sieben zentrale Designprinzipien für bessere Zusammenarbeit 

Gemeinsam mit dem IBM Impact Accelerator-Team hat IBM iX deshalb eine einheitliche Designstrategie entwickelt, die auf sieben zentralen Prinzipien basiert. Sie begleiten alle Projekte innerhalb eines Jahrgangs und stellen sicher, dass Teams klar, konsistent und mit gemeinsamen Erwartungen arbeiten: 

  1. Nutzerzentriert und co-creative
    Alle Lösungen werden gemeinsam mit den Partnern und Endnutzer*innen entwickelt. Ihre Erkenntnisse bestimmen Prioritäten, den Projektumfang und die Validierungsphasen.
  2. Abgestimmt auf IBM Garage und Enterprise DesignThinking (EDT) 
    Ein strukturiertes, iteratives Framework sorgt dafür, dass Lösungen richtig, effizient und termingerecht umgesetzt werden.
  3. Klare Rollen, Verantwortlichkeiten und Governance
    Jedes Projekt hat einen Design Lead, einen Co-Design Lead, Unterstützung durch das Client Innovation Center und freiwillige Designer*innen. Regelmäßige Check-ins und definierte Deliverables sichern Qualität und Planbarkeit.
  4. Single SourceofTruth (SSoT) 

    Alle Entscheidungen, Designs und Anforderungen werden in einem zentralen Workspace dokumentiert. Alles außerhalb des SSoT gilt nicht als valide.
  5. Feature-Kontrolle nach Festlegung des MVP

    Änderungen am Projektumfang erfolgen über einen schlanken Change-Request-Prozess, der Zeitpläne schützt und gleichzeitig wichtige Anpassungen zulässt.
  6. Wiederverwendbare Komponenten und Design-Konsistenz

    Durch gemeinsame Assets, Design-Komponenten und den Austausch zwischen Projekten wird Designqualität skaliert und standardisiert.
  7. Befähigung der Partner

    Onboarding-Materialien, EDT-Einführungen und klare Erwartungen befähigen die Partner, effektiv zusammenzuarbeiten und Fortschritte zu beschleunigen.

Das Design Playbook als Leitfaden 

Kernstück der Strategie ist das Design Playbook, ein praxisnaher Leitfaden für Designteams. Es beschreibt essenzielle Aktivitäten und zeigt, wie diese in echte Projekte umgesetzt werden können. Von der ersten Co-Creation-Session mit Partnern über Nutzerinterviews, Ideengenerierung bis hin zum Scoping einer umsetzbaren Lösung – das Playbook sorgt dafür, dass Teams konsistent und zielgerichtet arbeiten. 

Enablement- und Austausch-Sessions 

Regelmäßige Schulungs- und Austauschformate stärken die Abstimmung und den Wissenstransfer zwischen Teams. Methoden, Tools und praktische Erfahrungen werden geteilt, sodass Wissen über einzelne Projekte hinaus weitergegeben wird. 

Offene Design-Repositories 

Alle Design-Deliverables werden in offenen Repositories bereitgestellt. Teams können so den Fortschritt anderer Projekte verfolgen, relevante Assets wiederverwenden und voneinander lernen. Diese Transparenz fördert die Zusammenarbeit und schafft ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Jahrgangs. 

Die Menschen hinter der Strategie 

Gemeinsam mit dem globalen Management-Team des IBM Impact Accelerators hat IBM iX die Designstrategie entwickelt und implementiert. Für Michael Jacobs, Head of Social Innovation und Programmleiter des Accelerators, ist ein stabiler, zugleich flexibler Ansatz für die Entwicklung wirkungsorientierter Lösungen ein entscheidender Erfolgsfaktor: 

Wir arbeiten oft an sehr komplexen Herausforderungen. Um diese effektiv zu lösen, brauchen wir Tools, die uns schnell helfen, lokale und globale Kontexte zu verstehen, innovative Lösungen zu entwickeln und einen klaren, realistischen Umfang festzulegen – alles durch einen einheitlichen, schlanken Ansatz. In diesem Jahr planen wir, die Marke von fünf Millionen Begünstigten zu erreichen. Impact in diesem Umfang erfordert starke Koordination zwischen Teams und Partnern.“ 
– Michael Jacobs, Head of Social Innovation, IBM Impact Accelerator 

Krishen Mertens, Design Lead für den Accelerator, ergänzt: 

„Die Arbeit im Impact Accelerator ist extrem relevant und gleichzeitig motivierend und erfüllend. Wir tragen zu Projekten bei, die Communities weltweit positiv verändern. Mein Ziel ist es, unsere globalen Designteams zu unterstützen, damit sie gute Arbeit leisten können.“ 

Seit diesem Jahr erhält der Accelerator zusätzliche Unterstützung durch UX-Designer*innen von IBM iX. Gemeinsam mit dem Partner World Resources Institute (WRI) entwickeln sie eine Lösung, mit der öffentliche Akteure bestehende Solaranlagen per Satellitenbilder identifizieren und kartieren können. Ziel ist es, erneuerbare Energieprojekte schneller zu planen und umzusetzen. 

Human-Centered Design als Hebel für dauerhaften sozialen Impact 

Human-Centered Design ist ein Katalysator für echten sozialen Wandel. Durch klare Prinzipien, geteilte Tools und kollaborative Praktiken können diverse Teams messbare Vorteile für Communities weltweit schaffen. Initiativen wie das Design Playbook, Enablement-Sessions und offene Repositories sorgen dafür, dass Wissen geteilt und skaliert wird, fragmentierte Ansätze zusammengeführt und kohärente, wirkungsstarke Lösungen entstehen. Wenn Design ins Zentrum der Innovation rückt, wird Technologie nicht nur zum Werkzeug für Lösungen, sondern zur Grundlage für dauerhafte, sinnvolle gesellschaftliche Wirkung. 

Gestalten wir gemeinsam Lernen, das die Arbeitswelt von morgen stärkt

Der aktuelle Request for Proposals für die kommende Kohorte mit dem SchwerpunktEducation und Workforce Developmentist bis zum25. März 2026geöffnet. 

IBM lädt gemeinnützige Organisationen, staatliche Einrichtungen sowie akademische Institutionen dazu ein, Vorschläge einzureichen, die den Zugang zu Bildungs- und Qualifizierungsangeboten erweitern. Gesucht werden insbesondereKI-gestützte Initiativen, die Lernende, Lehrende und Arbeitskräfte dabei unterstützen, erfolgreich zu sein, indem sie Bildungssysteme stärken, Karrierepfade entwickeln und resilientere Arbeitsmarktökosysteme aufbauen.

Interessierte Organisationen finden weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung hier.

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