09/03/2023

Target Operating Model: Modernisieren Sie Ihre Business Strategie

Autor: Maximilian Anger

„Die Idee war gut, aber bei der Umsetzung hapert es“ – Dieses Phänomen dürfte vielen aus dem Berufs- und Alltagsleben bekannt sein. Der Grund für das Scheitern könnte darin liegen, dass Strategie und Operating Model nicht zueinander passen. Für seine Kund*innen hat IBM iX ein eigenes Target Operating Model entwickelt, welches Unternehmen bei der Definition und Umsetzung von Optimierungsstrategien unterstützt.

Immer wieder erreichen gut strukturierte digitale Strategien nicht die Ausführungsphase bzw. scheitern bei der Umsetzung. Laut McKinsey-Report betrifft es sogar 70 Prozent der groß angelegten Transformationen. Grund dafür ist, dass der Übergang von der Strategie zur Umsetzung nie geradlinig verläuft, sondern ein Geflecht aus Entscheidungen, Abhängigkeiten und Anforderungen ist. Eine Strategie sollte daher nicht nur die Frage beantworten, wo das Unternehmen hinwill. Sie muss auch in kleinen Schritten formulieren, wie dieses Ziel erreicht werden soll.

Was ist ein Target Operating Model?

Das Target Operating Model (TOM) definiert alle Elemente, die es braucht, um eine formulierte Strategie oder Initiative in das operative Business eines Unternehmens zu übersetzen und den gewünschten Zielzustand zu erreichen. Das TOM schlägt damit eine Brücke zwischen der strategischen Vision und dem täglichen Betrieb. So wie ein Update das Betriebssystem eines Computers auf den neuesten Stand setzt, aktualisiert das TOM das Betriebsmodell eines Unternehmens.

Was beinhaltet das Target Operating Model von IBM iX?

Mit dem IBM iX Target Operating Model wurde ein modernes Framework entwickelt, das die gängigsten Elemente miteinander vereint, die es für die erfolgreiche Umsetzung einer ausformulierten Strategie oder Initiative braucht. Es hilft Unternehmen dabei, ihr Betriebsmodell zu aktualisieren.

  • „Strategie & Ziele“ gibt den Gesamtplan für das Unternehmen vor: von der Geschäftsidee bis zu den technischen Lösungen.
  • „Erlebnis“ beschreibt den gewünschten Zielzustand und erfüllt die von den Zielgruppen identifizierten Bedürfnisse.
  • „Prozesse“ bezeichnet die Schritte, die zur Unterstützung der Wertschöpfung erforderlich sind.
  • „Kompetenzen“ zeigt auf, welche Aufgaben zu erledigen sind und welche Rollen es dafür braucht.
  • „Aktivitäten“ beschreibt die Aufgaben und die Verteilung der Zuständigkeiten und Rollen innerhalb des Unternehmens, der Partner*innen und der involvierten Drittparteien.
  • „Standort“ legt fest, wo die Aufgaben erledigt werden.
  • „Technologie“ gibt an, welche Technologien benötigt werden, um die Prozesse und Aufgaben umzusetzen.
  • „Governance“ definiert die Regeln und Strukturen innerhalb der Organisation, nach denen Entscheidungen getroffen und Probleme gelöst werden und wie die verschiedenen Rollen und Partner zusammenarbeiten.
  • „Managementsystem“ bestimmt, wie und mit welchen Kennzahlen die Performance des Unternehmens zu messen ist.
  • „Kultur“ ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Unternehmens, denn sie entscheidet über die Anpassungsfähigkeit des Betriebsmodells und muss berücksichtigt werden. Zu beachten ist, dass Unternehmenskultur nicht von außen vorgegeben werden kann – ein Wandel muss immer von innen heraus erfolgen.
  • „Change Roadmap“ beschreibt, welche Schritte der Reihe nach im Detail notwendig sind, um das Unternehmen zu verändern und welchen Nutzen diese Veränderungen mit sich bringen.

Was bringt ein Target Operating Model?

Ein TOM schafft ein gemeinsames Verständnis vom gewünschten Zustand einer Organisation und hilft dabei zu verstehen, dass sich eine digitale Transformation nicht auf die Einführung bestimmter Technologien oder die Digitalisierung der Kundenschnittstelle beschränken lässt, sondern es vielmehr um die Anpassung der einzelnen Elemente des Betriebsmodells geht. Kein Nutzerinterface und kein Tool können am Ende die Umsetzung der Strategie retten, wenn die internen Abläufe einer Organisation nicht zum Zielbild passen. Ein allgemeingültiges TOM, das für alle Unternehmen geeignet ist, gibt es aber nicht. Wie ein TOM zu erstellen ist, hängt vom strategischen Kontext, von der Größe des Unternehmens und vom Reifegrad der einzelnen Unternehmensbereiche ab. Das TOM schafft an dieser Stelle also Transparenz und Awareness und stellt so die Weichen für die Aktualisierung des Betriebsmodells.

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