Ein Tag mit Derya Coruh-Özvatan, Client Director
bei IBM iX

Wie sieht der Arbeitsalltag als Client Director bei IBM iX aus? Wie werden aus ersten Gesprächen langfristige Kundenbeziehungen? Und was braucht es, wenn ein Projekt einmal nicht nach Plan läuft? Ein Tag mit Derya Coruh-Özvatan zeigt, wie Account Management und Business Development in einer Digitalagentur zusammenkommen: strukturiert, dialogorientiert und offen für die Themen, die sich erst im Laufe des Tages ergeben.

Wer Derya bei der Arbeit begleitet, merkt schnell, wie viele Themen in ihrer Rolle gleichzeitig zusammenlaufen. Seit 2020 ist sie bei IBM iX. Heute begleitet sie Kund*innen über die gesamte Beziehung hinweg: von ersten Gesprächen und Angeboten über Verhandlungen bis zur laufenden Zusammenarbeit und der strategischen Weiterentwicklung der Accounts. Dass ihr Weg einmal dorthin führen würde, war nicht von Anfang an geplant. Ihr beruflicher Werdegang zeigt vielmehr, dass Karriere nicht immer einen festen Plan folgen muss. Derya hat Verantwortung Schritt für Schritt übernommen, sich neue Themen angeeignet und ihre Rolle damit selbst weiterentwickelt. Angefangen hat sie im Project Management Office (PMO) und im Projektcontrolling. Dort lernte sie Projekte zunächst aus einer operativen und wirtschaftlichen Perspektive kennen. Wie wird geplant? Wo entstehen Risiken? Was braucht ein Projekt, damit es organisatorisch und wirtschaftlich funktioniert?

Dieses Wissen hilft ihr bis heute. Mit der Zeit kamen neue Verantwortungsbereiche dazu: Kundenbeziehungen, New Business, Verhandlungen und die strategische Entwicklung von Accounts. Deryas Weg zeigt: Der nächste berufliche Schritt muss nicht von Anfang an feststehen. Er entsteht oft dort, wo man Verantwortung übernimmt. Konstant bleibt bei ihr nur eines: das Interesse an Menschen, an Kommunikation und an den Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Perspektiven. Ein Tag mit Derya zeigt deshalb nicht nur, was Client Services bei IBM iX bedeutet. Er zeigt auch, wie wichtig es ist, Kund*innen nah zu sein, mit interdisziplinären Teams zusammenzuarbeiten und auch dann verlässlich zu bleiben, wenn es kompliziert wird.

Die Rolle eines Client Directors bei IBM iX

08:00 Uhr – Fokus schaffen und Prioritäten setzen

Der Tag beginnt für Derya meistens mit einem Kaffee und einem Blick in den Kalender. Dabei geht es ihr weniger darum, möglichst viele Termine im Kopf zu haben. Sie möchte vor allem wissen, welche Themen an diesem Tag wirklich ihre Aufmerksamkeit brauchen. Als Client Director laufen viele Dinge gleichzeitig zusammen: bestehende Projekte, neue Opportunities, Angebote, Verhandlungen und interne Abstimmungen. Dazu kommen die Themen, die am Vorabend noch gar nicht absehbar waren. Deshalb priorisiert Derya am Morgen. Denn nicht alles, was dringend aussieht, ist am Ende auch wichtig.

09:00 Uhr – Zwischen Steering Meeting und Neukundengespräch

Der Vormittag ist häufig von Kunden- und Projektterminen geprägt. Ein Status Termin (Steering Meeting) kann direkt auf eine interne Abstimmung mit dem Delivery Team folgen, danach geht es vielleicht um den gewinn eines Neukunden oder eine Angebotsverhandlung. Für Derya bedeutet das vor allem, gedanklich schnell zwischen verschiedenen Themen wechseln zu können. Gerade das gefällt ihr an ihrem Job. Ein Arbeitstag, an dem acht Stunden dasselbe Thema auf dem Tisch liegt, wäre vermutlich nichts für sie. Ihre Aufgabe liegt dabei auf einer anderen Ebene als die, der technischen Expert*innen: Derya übersetzt zwischen Business, Kund*innen und Delivery. Sie muss verstehen, welches Problem tatsächlich gelöst werden soll, welche Expertise dafür notwendig ist und welche Entscheidungen getroffen werden müssen, damit aus einer Idee eine tragfähige Lösung wird.

11:00 Uhr – Flexibilität ist entscheidend

Zwischen den Terminen geht es um die Themen, die sie sich am Morgen vorgenommen hat: Zahlen prüfen, einen Kundentermin vorbereiten, ein Angebot durchgehen oder eine Entscheidung vorbereiten. Eine feste To-do-Liste funktioniert dabei nur bedingt. Der Arbeitsalltag ist dafür zu dynamisch. Ein Anruf, eine kurzfristige Kundenanfrage oder ein Thema aus einem Projekt kann die Reihenfolge innerhalb weniger Minuten verändern. Derya kennt das inzwischen gut: Sie startet mit einem Plan in den Tag und weiß gleichzeitig, dass dieser Plan am Vormittag schon wieder anders aussehen kann.

12:30 Uhr – Mittagspause und informeller Austausch

Wenn Derya im Büro ist, geht sie gerne mit Kolleg*innen essen. Besonders schätzt sie dabei Gespräche, die keinen konkreten Anlass haben. Beim Mittagessen erfährt man, woran andere gerade arbeiten, bekommt einen neuen Blick auf ein Thema oder lernt jemanden kennen, dessen Expertise später vielleicht für Kund*innen interessant wird. Derya verbindet gerne Menschen miteinander, nicht unbedingt mit dem Gedanken, dass daraus sofort ein Business Case entstehen muss. Manchmal reicht für sie die Feststellung: Diese beiden Menschen sollten sich kennenlernen. Im Homeoffice versucht sie dagegen, die Mittagspause tatsächlich als Pause zu nutzen. Etwas essen, kurz rausgehen oder private Dinge erledigen. Hauptsache, für einen Moment weg vom Bildschirm.

14:00 Uhr – Accounts und Angebote strategisch weiterentwickeln

Als Client Director begleitet Derya ihre Kund*innen nicht erst, wenn ein Projekt bereits läuft. Häufig ist sie schon in einer frühen Phase dabei, z.B. bei ersten Gesprächen, neuen Opportunities, Ausschreibungen oder der Entwicklung eines Angebots. Ihre Arbeit bewegt sich deshalb zwischen verschiedenen Ebenen. Es geht um wirtschaftliche Fragen und Verhandlungen, aber genauso um die Frage, was Kund*innen strategisch erreichen möchten und wie das interne Team dabei unterstützten kann. Gerade in Angebots- und Verhandlungsphasen kommen für sie viele Aspekte ihrer Rolle zusammen: Kundenbedarf, Business Case, Teamstruktur, wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Frage, welche Lösung langfristig für beide Seiten funktioniert.

Die Kund*innen, mit denen sie arbeitet, kommen aus sehr unterschiedlichen Branchen: im Retail-Umfeld etwa Interdiscount, im Mobility- und Public-Sector-Umfeld die BVG. Gerade diese Unterschiede findet Derya spannend, weil sich die Fragestellungen zwar teilweise ähneln, die passenden Antworten aber nie dieselben sind. Bei Retail-Kunden geht es stärker um Commerce, Customer Experience, Skalierung und die Zusammenarbeit großer Delivery-Teams. Im Mobilitätsumfeld stehen dagegen digitale Services, Nutzerbedürfnisse und die Weiterentwicklung zentraler Plattformen stärker im Fokus. Professionelle Kundenarbeit bedeutet für Derya deshalb immer, zuerst das Business und die konkrete Herausforderung ihrer Kund*innen zu verstehen. Erst danach stellt sich die Frage, welche Lösung, welches Team und welches Setup wirklich sinnvoll sind.

16:00 Uhr – Kurzfristige Entscheidungen und herausfordernde Situationen

Am späten Nachmittag muss hin und wieder mit plötzlich auftretenden Überraschungen umgegangen werden. Eine Kundenanfrage kommt rein. Ein Team sucht eine*n Sparringspartner*in. Oder aus einem kleinen Thema wird plötzlich ein größeres. Derya muss solche Situationen nicht allein lösen. Ihre Aufgabe sieht sie eher darin, schnell zu verstehen, worum es eigentlich geht und wer gebraucht wird. Das gilt auch für schwierige Situationen. Für sie zeigt sich Verantwortung vor allem dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Dann möchte sie nicht ausweichen, sondern verstehen, was passiert ist, transparent kommunizieren und gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung finden.

Derya beschreibt sich selbst als ambitioniert und lösungsorientiert. Wenn etwas nicht funktioniert, möchte sie verstehen, warum, aber ihr Blick richtet sich schnell auf die nächsten Schritte. Irgendwann stellt sich für sie immer die Frage: „Okay, und wie machen wir jetzt weiter?“ Gleichzeitig ist ihr die menschliche Ebene wichtig. Sie hört zu, beobachtet und versucht zu verstehen, was ihr Gegenüber wirklich braucht. Das bedeutet für sie allerdings nicht, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Klarheit und Empathie schließen sich für sie nicht aus. Sie sieht sich dabei nicht ausschließlich auf der Seite der Kund*innen, sondern versteht ihre Rolle bewusst als Vermittlerin zwischen beiden Seiten. Sie vertritt die Interessen ihrer Kund*innen innerhalb von IBM iX, steht gleichzeitig hinter ihren Teams und spricht offen an, wenn Erwartungen nicht realistisch sind.

„Präsenz bedeutet für mich nicht, den Raum einzunehmen, sondern etwas im Raum zu hinterlassen.“

18:00 Uhr – Netzwerk pflegen und Perspektive wechseln

Wenn der Arbeitstag endet, ist Deryas Austausch mit Menschen nicht unbedingt vorbei. Über die Jahre hat sie sich ein vielseitiges Netzwerk aufgebaut und wird regelmäßig als Gast zu Veranstaltungen aus Wirtschaft, Kultur, Fashion, Luxury und dem gesellschaftlichen Umfeld eingeladen. Diese Einladungen sieht sie als Privileg, aber auch als Ergebnis von Beziehungen, die über Jahre gewachsen sind. Sie geht bewusst dorthin. Nicht nur, um bestehende Kontakte zu pflegen, sondern weil sie der Blick über die eigene berufliche Welt hinaus interessiert. Menschen kennenzulernen, die Unternehmen führen, kreativ arbeiten oder gesellschaftliche Themen voranbringen, gibt ihr neue Perspektiven. Dabei hat sich ihr Verständnis von Networking verändert. Für Derya bedeutet ein gutes Netzwerk nicht, möglichst viele Menschen zu kennen. Entscheidend ist, dass Beziehungen über längere Zeit wachsen und der Kontakt auch ohne unmittelbaren geschäftlichen Anlass bestehen bleibt.

Was KI verändert – und warum am Ende der Mensch entscheidet

Künstliche Intelligenz (KI) ist auch für Derya ein wichtiges Thema. Dabei interessiert sie weniger das jeweils nächste Tool als die Frage, was sich dadurch in unserer Arbeitsweise verändert und welche Rolle der Mensch dabei behalten sollte. Wenn bestimmte Aufgaben in Sekunden erledigt werden können, stellt sich für sie eine grundsätzliche Frage: „Wenn Wissen immer leichter verfügbar wird, was macht uns dann eigentlich noch wirklich gut in unserem Job?“

Erst kürzlich hat ein Kunde sie gebeten, gemeinsam zu prüfen, wie sich KI sinnvoll in eine bestehende digitale Plattform integrieren lässt – nicht als zusätzliches Feature, sondern mit Blick auf konkrete Anwendungsfälle: Wo hilft sie Nutzer*innen tatsächlich? Welche Prozesse lassen sich intelligenter gestalten? Und was braucht es technisch wie organisatorisch, damit daraus mehr wird als ein Proof of Concept? Bei einem internationalen Luxury-Kunden stellt sich eine ähnliche Frage aus einer anderen Perspektive: Wie kann KI bestehende Customer-Experience- und Marketingprozesse unterstützen in einem Umfeld, in dem Personalisierung, Markenidentität und die Qualität jedes einzelnen Kundenkontakts besonders wichtig sind?

Genau diese Unterschiede findet Derya aus Sicht eines Client Directors spannend. Einen KI-Use-Case, der sich einfach von einem Kunden auf den nächsten übertragen lässt, gibt es nicht. Ihre Aufgabe beginnt deshalb oft mit einer grundlegenden Frage: Welches Problem soll eigentlich gelöst werden? Für Derya werden Urteilsvermögen, Empathie, Kreativität und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, dadurch nicht weniger wichtig. Deshalb interessiert sie an KI nicht nur, was technologisch möglich ist, sondern vor allem, wo Technologie wirklich einen Unterschied macht und wo weiterhin der Mensch entscheidet. Auch beim Thema Vertrauen sieht Derya eine Grenze der Automatisierung. Wenn ein Projekt schwierig wird, suchen Kund*innen am Ende den direkten Austausch mit einem Menschen. Dann geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, offen miteinander zu sprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

„Designing Tomorrow“ beginnt mit Zusammenarbeit

Derya steht für die Art, wie Client Services bei IBM iX gedacht werden: nah an den Menschen, wirtschaftlich fundiert und langfristig angelegt. Sie bringt zusammen, was Kund*innen strategisch erreichen möchten und das, was interdisziplinäre Teams realistisch leisten können. Was sie an IBM iX bis heute schätzt, ist die Verbindung verschiedener Welten: die Dynamik und Kreativität einer Digitalagentur, verbunden mit technologischer Expertise und dem internationalen Netzwerk von IBM. Und natürlich die Menschen, mit denen sie arbeitet. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ihr der Human Factor so wichtig ist. Technologie verändert, wie gearbeitet wird. Wie Menschen miteinander arbeiten, entscheidet für Derya aber weiterhin darüber, ob eine Zusammenarbeit wirklich funktioniert. Genau darin wird „Designing Tomorrow“ im Arbeitsalltag konkret.

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